Unsere Geschichte

Die Idee zur Gründung eines Musikzuges in der Freiwilligen Feuerwehr Polenz stammt vom über 40 Jahre als Leiter tätigen und noch heute aktiv mitspielenden Klaus Leuner.

Ihm hatten es die ausgedienten Signalhörner der Feuerwehr angetan. Mit ihren verschiedenen Signalen wurden früher die Feuerwehrleute im Ort alarmiert sowie anschließend die Löscharbeiten koordiniert. Um diese Tradition zu bewahren, wollte er sie  wieder zum Erklingen bringen. Dazu lud er einige Feuerwehrkameraden ohne Angabe eines Grundes in den Steinbruch des Karrenberges bei Polenz ein. Nichts ahnend erschienen, machten sie hier die erste "Probe“ mit den vom Klaus im Rucksack mitgebrachten Instrumenten und sagten auch für weitere Proben zu.

So war der Hornistenzug der FFw Polenz geboren. Seine offizielle Gründung war am 6.Januar 1956 mit sechs Mitgliedern.

Parallel zum Hornistenzug wurde 1966 die Schalmeienkapelle der Polytechnischen Oberschule (POS) Polenz gegründet. Aber nun existierten in der 1.600  Seelen zählenden Gemeinde Polenz  zwei ähnliche Musikformationen!

Um bei den Polenzer Musikern mittelfristig stabile personelle Verhältnisse und eine solide musikalische Ausbildung zu sichern, trafen die Verantwortlichen später eine wichtige Entscheidung: Sie bündelten die Kräfte und führten 1976 beide Formationen zusammen zur Schalmeienkapelle der FFw Polenz.

Die Nachwuchsgewinnung und -ausbildung erfolgte weiterhin in den schulischen Arbeitsgemeinschaften „Trommler, Schalmeie und Lyra“. Die Organisation der Kapelle oblag ab jetzt der Feuerwehr. Nach nur fünf Monaten gemeinsamen  Probens kam dann der erste gemeinsame Auftritt, bezeichnenderweise zum „Fest der Jungen Künstler“ im Erbgericht Polenz. Die Vorteile des Zusammenschlusses machten sich in den Folgejahren bemerkbar. Interessierte Nachwuchsmusiker blieben auch nach ihrer Schulzeit und bildeten mit den Älteren einen beständigen „Stamm“, der die Spielfähigkeit des Schalmeienorchesters bis heute nie in Frage stellen ließ.

Durch die jahrzehntelange geduldige und zielstrebige Arbeit unserer musikalischen Leiter Fritz Kühnel, Günter Pampel, Gotthard Roch und Torsten Kroggel steht uns heute ein Repertoire von ca. 60 Titeln zur Verfügung.

Unser jetziges Klangbild ist nicht zuletzt geprägt von den vielen in unserem Hause geschaffenen Arrangements, welche unserer Besetzung „auf den Leib“ geschrieben sind.

Neben dem Wichtigsten, dem Applaus des Publikums, arbeiteten wir uns in den DDR-Einstufungsausscheiden bis zur Mittelstufe vor und im vereinten Deutschland bis zum Bundeswertungsspielen der musiktreibenden Züge des Deutschen Feuerwehrverbandes.

Zuletzt haben wir im Oktober 2014 am 11. Bundeswertungsspielen des Deutschen Feuerwehrverbandes in Bad Schwalbach (Hessen) teilgenommen und dort eine Einstufung in Bronze erreicht. 

Und Eines ist von Beginn an geblieben: Wöchentlich arbeiten Laienmusiker aus fast vier Generationen gemeinsam daran, ihrem Publikum mit ihrer Musik eine Freude zu bereiten.

Aber auch an uns geht der "demografische Wandel" nicht vorbei ... drei unserer Musiker zählen bereits über 70 Lenze und müssen dringend durch junge Kräfte unterstützt werden.

Wer also in der Nähe wohnt und schon immer mal mit einem Instrument auf einer Bühne stehen wollte... der ist bei uns herzlich willkommen. Gelegenheit bietet sich immer Montags 19.00 Uhr zur Gesamtprobe.